Worms. Für einen erneuten Hilfsgütertransport nach Boryslaw in der Ukraine ruft der Caritasverband Worms e.V. dazu auf, Windeln für Erwachsene und Kinder, Hygieneartikel wie feste Seife, Shampoo, Zahnbürsten/Zahnpasta und Waschpulver zu spenden. Die Sachspenden können mittwochs am 9. und 16. April 2025, jeweils von 16 bis 18 Uhr in den Räumen der Ukraine-Hilfe-Worms e.V., Wielandstraße 12, 67547 Worms, abgegeben werden. Ansprechpartnerinnen sind die Caritas-Mitarbeiterinnen Liudmyla Khmel (Liudmyla.Khmel@caritas-worms.de) und Beata Juschak (Beata.Juschak@caritas-worms.de). In den letzten drei Jahren konnte der Verband bereits mehrfach gemeinsam mit dem Hilfsverein die Arbeit der Caritas-Regionalstelle in Boryslaw unterstützen. Dort kümmert man sich viel um Binnenflüchtlingen und andere Bedürftige.
In der Vergangenheit konnte der Caritasverband Worms e.V. im Rahmen der Hilfsgüter-transporte der Ukraine-Hilfe Worms bereits mehrfach Spenden direkt nach Boryslaw brin-gen. Die Dankbarkeit war jedes Mal groß.Caritasverband Worms e.V.
Die Spenden wurden in der Vergangenheit immer mit großer Dankbarkeit entgegengenommen, denn: Im Laufe der russischen Invasion hat sich die Armut in der Ukraine extrem verstärkt. "Insbesondere Frauen und Kinder leiden darunter, wenn nicht ausreichend Geld vorhanden ist für medizinische Bedarfe, Lebensmittel und Hygieneprodukte, Kleidung oder Reparaturen von beschädigten Wohnungen und Häusern", berichtet Sozialpädagogin Beata Juschak von der Caritas-Fachstelle Migration und Integration. Mehr als die Hälfte aller Arbeitnehmer verdiene monatlich circa 300 Euro oder weniger und liege damit sehr nahe oder oft auch unter dem Existenzminimum. "Die meisten Geflüchteten, die innerhalb der Ukraine unterkommen konnten, mussten allerdings ihre Jobs aufgeben und sind arbeitslos und somit auf Unterstützung angewiesen", weiß Beata Juschak.
"Uns ist es wichtig, den Menschen in der Ukraine auch weiterhin zu helfen und sie nicht aus dem Blick zu verlieren."
(Caritasdirektor Lars Diemer)
Der Spendenaufruf richtet sich an Privatpersonen und Unternehmen. In 2024 hatte beispielsweise Nestlé Health Science (Deutschland) GmbH aus Osthofen eine große Menge Sondennahrung sowie hochkalorische Nahrungsmittel zur Verfügung gestellt, mit denen zahlreiche Krankenhäuser unterstützt werden konnten. "Uns ist es wichtig, den Menschen in der Ukraine auch weiterhin zu helfen und sie nicht aus dem Blick zu verlieren. Als Caritas steuern wir aus eigenen Mitteln bei, was wir können, hoffen aber auch auf die Hilfsbereitschaft der Menschen in Worms und der Region, um das Leid durch den unsäglichen russischen Angriffskrieg so weit wie möglich zu lindern", sagt Caritasdirektor Lars Diemer.